• Natalia Sousa

Neue Ideen zur Digitalisierung der Produktion

Beim jüngsten Hackathon der HHL Leipzig und Porsche haben IT-Talente innovative Lösungen für die Digitalisierung in der Produktion präsentiert.


Insgesamt 25 Studierende sind beim Hackathon angetreten. In sechs gemischten Projektteams aus Studierenden und Porsche-Mitarbeitern haben sie Ideen für das IT-Programm „Digitale Transformation Produktion“ entwickelt. Neben dem vernetzten Auto und der Entwicklung digitaler Interaktion mit dem Kunden ist die Produktion das dritte zentrale Element im digitalen Wandel des Unternehmens. „Wir wollen nicht nur die schnellsten und schönsten Autos bauen – wir wollen diese auch am schnellsten und am effektivsten bauen“, sagt Lutz Meschke, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Schirmherr des Hackathons.



Fehler- und Kostenreduktion durch Einsatz von Software

Das Siegerteam entwickelte eine Software, mit deren Hilfe Fehler und deren Quellen in der Produktion systematisch erkannt werden können. Mit der Lösung „Automated accountability on the shopfloor“ sollen alle in der Montage nachgearbeiteten Fehler am Fahrzeug erfasst, die verantwortlichen Fertigungsbereiche automatisiert erkannt und benachrichtigt werden, damit sie die Fehler abstellen können. Damit kann das Shopfloor-Management weiter verbessert, der Aufwand zur Nacharbeitung von Fehlern gesenkt und Kosten eingespart werden.


Auf Platz zwei landete ein Team mit frischen Ideen für den Produktionsstart neuer Modelle. Bei diesem „Kaltstart“ kann noch nicht auf Daten zurückgegriffen werden, weil schlicht noch keine vorliegen. Vorab gibt es lediglich Prognosen, die jedoch mit Unsicherheiten behaftet sind und vielfach angepasst werden müssen. Eine verbessere Antizipation würde es dagegen ermöglichen, Fehlplanungen zu reduzieren und Beschaffungsprozesse besser zu organisieren. Intelligente Algorithmen können dabei helfen, indem sie zusätzliche Datenquellen identifizieren und analysieren.



Den dritten Platz holte ein Team, das eine Künstliche Intelligenz auf die exakte Erkennung von Farben trainieren möchte. Die Farbcodes verschiedener Bauteile unterschiedlicher Lieferanten müssen auf den korrekten Farbcode überprüft werden und deren Zusammenspiel geprüft werden. Bisher müssen Mitarbeiter diese Prüfung mit verschiedenen Hilfsmitteln am fertig montierten Fahrzeug vornehmen. Wenn KI-Bauteile mit falschem Farbcode frühzeitig identifiziert, können sie vor dem Einbau storniert werden. Das spart Zeit, Kosten und den menschlichen Kollegen einiges an Arbeit.


Für die Siegerprojekte gibt es mehr als nur Preise. Die Projektteams waren bewusst cross-funktional besetzt, die Studierenden erhielten Unterstützung von Porsche-Mitarbeitern. So war eine praxisnahe Arbeit möglich, die an realen Anforderungen der Produktion ausgerichtet ist. Ziel des Hackathons ist es, die Ideen für die Produktion bei Porsche zu nutzen. Aus dem Zusammenspiel zwischen Business, Tech, Design sollen Konzepte für das Gründungsprogramm der HHL entstehen.


Starthilfe für Startups und Chancen im Konzern

Die Porsche-IT ist fortlaufend auf der Suche nach den fähigsten Frauen und Männern, die dafür brennen, innovative Software und andere digitale Produkte zu programmieren. Lutz Meschke betont: „Die Zusammenarbeit mit Hochschulen und Universitäten zu forcieren, ist deshalb auch künftig ein wichtiger Baustein bei unserer Transformation zur „Digital enabled company“, die Porsche entschlossen vorantreibt.“


Text and Images Porsche AG - Porsche Engineering.

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