• Natalia Sousa

KNORR-BREMSE GRÜNDET EINE NEUE ENTWICKLUNGSEINHEIT

Die Elektromobilität wird die Systemanforderungen der Nutzfahrzeuge grundlegend verändern. Denn die Elektrifizierung des Nutzfahrzeugs und damit einhergehend der schrittweisen Substitution des Verbrennungsmotors erfordert eine Anpassung der Fahrzeugarchitektur. Von der Traktion über das Bremsen und Lenken bis hin zur Federung und Dämpfung sowie zur Energieversorgung der Systeme ergeben sich zahlreiche neue Möglichkeiten für effiziente und skalierbare Technologien.

Knorr Bremmser sagt „Der eCUBATOR als agile Ideenfabrik für Zukünftige Systemintegrationen in E-Fahrzeugen Seinen Betrieb auf. Der neu geschaffene Bereich eCUBATOR Steht für ein agiles Arbeitsumfeld, funktionsübergreifende Teams und flache Hierarchien. Er bündelt technische Erfahrung und interdisziplinäres Know-how und bietet Raum für das Denken überden Tellerrand Hinaus.“



„Wir sehen die Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen als einen der großen Industrietrends der Nutzfahrzeugbranche, an dem wir partizipieren wollen. Um innovative Lösungen in diesem Bereich weiter voranzutreiben, hat Knorr-Bremse mit dem eCUBATOR eine eigene, aus dem normalen Entwicklungsbetrieb herausgelöste Entwicklungseinheit mit rund 60 internen und externen Spezialisten gegründet. Ziel des eCUBATORs ist es, unser bestehendes Produktportfolio an die Mobilitätsanforderungen der elektrischen Antriebe anzupassen und gleichzeitig Wachstumsmöglichkeiten für Knorr-Bremse im Umfeld der E-Mobilität zu identifizieren und zu entwickeln. Wir wollen damit unsere Kunden bei der E-Mobilisierung des Nutzfahrzeugs unterstützen“, sagt Dr. Peter Laier, Mitglied des Vorstands der Knorr-Bremse AG und verantwortlich für die Division Systeme für Nutzfahrzeuge.


Die international und interdisziplinär arbeitende Entwicklungseinheit bietet an externen Standorten in München und Budapest Raum, um mittels unkonventioneller Arbeitsansätze innovative, intelligente Lösungen für elektrisch angetriebene Nutzfahrzeuge zu identifizieren und in enger Zusammenarbeit mit Kunden, Technologiepartnern und Start-ups zu entwickeln. Knorr-Bremse befindet sich derzeit bereits in Gesprächen mit möglichen Kooperationspartnern. Bereits jetzt wird an einer Vielzahl von unterschiedlichen Projekten gearbeitet, die während der kommenden Monate um weitere Produktideen ergänzt werden.


Knorr-Bremse im Brake Control: Die Erfahrungen aus dem Brake Blending, wobei die Reibbremse, der Retarder sowie eine weitere Motorbremse zusammenarbeiten, wurden genutzt, um Brake Blending auch für E-Fahrzeuge umzusetzen. Die Bremswirkung des Elektromotors wird dabei mit einer Reibbremse kombiniert und erzeugt so eine optimale Bremswirkung sowie eine maximale Energierückgewinnung. Dies führt zu einer Verbesserung der Fahrzeugeffizienz bei gleichzeitiger maximaler Fahrzeugstabilität – auch unter widrigen Umständen.


Mit Blick auf die E-Fahrzeuge der zweiten Generation, die ab circa 2025 auf den Markt kommen werden, beschäftigt sich Knorr-Bremse unter anderem mit zukünftigen Energiemanagement-Systemen, elektromechanischen Aktuatoren sowie erweiterten Funktionen zur Fahrzeugstabilisierung und zum Antrieb.


Zudem setzt das Knorr-Bremse Tochterunternehmen Kiepe Electric mit seinen E-Lösungen auf einen emissionsfreien, öffentlichen Nahverkehr, auf die Entwicklung und Installation kompletter elektrischer Systeme sowie auf absolute Performance und hohe Qualität. Zu den konkreten Lösungen zählen der wegweisende Kiepe Traction Inverter (KTI), der multifunktional für Traktion und Batterieladung verwendbar ist. Der KTI unterstützt das Kiepe-Flottenmanagement (KFM) und das Energiemanagementsystem Smart Fleet-Charging Management (SFM). Weltweit etabliert ist die permanent weiterentwickelte In-Motion-Charging-Technologie (IMC®) für den flexiblen Oberleitungsbusverkehr.

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