• Natalia Sousa

IAV baut Standort Heimsheim zum Entwicklungszentrum aus

IAV baut einem neuen Entwicklungszentrum deutlich aus. Neben dem EMV-Testcenter entsteht ein Gebäudekomplex mit 370 Arbeitsplätzen sowie einer modernen Hochvolt-Prüfinfrastruktur, Testfeldern und Werkstätten. IAV wird damit in Kooperationen mit Automobilherstellern die Hochvolt-Integration kommender E-Baureihen am neuen Entwicklungsstandort übernehmen.



„Für einen erfolgreichen Hochlauf der Elektromobilität müssen E-Fahrzeuge in ausreichender Vielfalt und kürzeren Abständen auf den Markt kommen. Die Entwicklung muss also Tempo machen, und das bei steigender Komplexität“, sagt Katja Ziegler, kaufmännische Geschäftsführerin bei IAV.


Das Entwicklungszentrum wird neben dem bereits im vergangenen Jahr angekündigten Testcenter zur Elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) auch einen Gebäudekomplex mit 370 Arbeitsplätzen für Projektpartner und Mitarbeiter:innen umfassen. Hinzukommen Testflächen und eine komplette Hochvolt-Prüfinfrastruktur (HV) aus Vorintegrationsplätzen, Prüfständen für intelligente Ladefunktionen und DC-Schnelladeprüffelder.


Im neuen IAV-Prüfzentrum kommen alle beteiligten Projektpartner zusammen. Sie können in den neuen Gebäuden gemeinsam die Bauteile im Verbund testen, die Ergebnisse validieren und die Komponenten weiterentwickeln.


Moderne Hochvoltsysteme sind weit mehr als eine Verschaltung einzelner Fahrzeugkomponenten. Vielmehr zeichnen sich Elektrofahrzeuge durch ein intelligentes Zusammenspiel aller Bestandteile, Systeme und Funktionen aus. Neben den Komponenten, die im Fahrzeug verankert sind, interagieren bereits jetzt Ladesäulen, Mobilitätsanbieter und die Kunden selbst – via Smartphone – mit dem Auto.


Aufgrund dieser Komplexität spricht man von „verteilten“ Funktionen, die miteinander harmonieren müssen. Hier beginnt die Arbeit der Hochvolt-Integration: Sie ist dafür verantwortlich, dass diese verteilten Funktionen über alle Komponenten hinweg den Kundenerwartungen entsprechen. Dabei müssen die Fahrzeuge im Betrieb oder beim Laden für den Kunden stets sicher und intuitiv zu bedienen sein. Neben den klassischen Fahrzeugtests geht es vor allem um eine kurzfristige und qualifizierte Fehleranalyse zur Verbesserung des Fahrzeugreifegrades. Diese agile Vorgehensweise der Hochvolt-Integration ermöglicht es, mit der rasanten Elektrofahrzeugentwicklung Schritt zu halten.

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