• Natalia Sousa

FORD UND ROYAL MAIL TESTEN NACHHALTIGES KONZEPT FÜR VERKEHRSFREUNDLICHE PAKET-LIEFERUNGEN

Der digitale Einzelhandel boomt, immer mehr Pakete werden direkt zu Kunden nach Hause geliefert. Damit steigt auch die Verkehrsbelastung in unseren Städten, besonders in saisonalen Spitzenzeiten wie dem Vorweihnachtsgeschäft. Ford und der nationale britische Postdienst Royal Mail haben in Manchester gemeinsam einen neuen, stadtfreundlichen Ansatz für die Paketzustellung getestet. Bei dem Feldversuch sollte untersucht werden, ob moderne Routing-Software von Ford helfen könnte, den Anteil von manuellen Zustellungen auf der sogenannten „letzten Meile“ zu erhöhen.

Durch den Einsatz einer intelligenten Lieferplanungs-Software von Ford und speziell gebauter Paket-Trolleys reduzierte das Projekt die Anzahl der Lieferfahrzeuge, die üblicherweise in der Innenstadt benötigt werden. Manchester wird im nächsten Jahr eine strenge Umweltzone einführen, inklusive einer straffen Gebührenordnung, die ab 2023 in Kraft treten wird. Vor diesem Hintergrund wurde der Test von Royal Mail als wichtiger Schritt zur möglichen Verkleinerung der Transporter-Flotte eingestuft.



„Wir sind stolz darauf, mit Royal Mail zusammenzuarbeiten, um CO2-Emissionen und Staus in den Innenstädten zu reduzieren. Gerade jetzt, in der für Paketdienste geschäftigsten Zeit des Jahres, freuen wir uns, dass die Ergebnisse dieses Tests den Wert der zu Fuß durchgeführten Zustellung und der Effektivität der Ford-Software belegen konnten. Denn es geht darum, unsere Innenstädte umweltfreundlicher, stressfreier und sicherer zu machen“, sagte Tom Thompson, Gründer von Last Mile Delivery bei Ford Mobility.

Untersuchungen zufolge sind Lieferservices weiterhin auf dem Vormarsch, aber immer noch 24-mal umweltfreundlicher als der Einkaufsbummel mit dem eigenen Auto2.


Zusammenspiel von Software und Personal

Die Ford Mode: Link-Software ermöglichte es Postbotinnen und Postboten, zahlreiche verschiedene Lieferungen mit nur einem einzigen Transporter durchzuführen, von dem sie zentral unterstützt wurden. Das Fahrzeug identifizierte sichere und möglichst bequeme Übergabe-Standorte für Pakete, welche dann zu Fuß zu Empfängern in Geschäfts- und Wohngebäuden gebracht wurden. Testgebiet war das städtische Postleitzahlengebiet M4.

Im Rahmen des Feldversuchs wurde eine Smartphone-App genutzt, die den Standort des Lieferwagens und die jeweils kürzesten Zustellwege anzeigte. Der Prozess führte zu schnellen und effizienten Lieferungen, während zugleich die menschliche Interaktion am Lieferort und das damit verbundene Vertrauen an der Haustür erhalten blieb.

Die Nutzung von Transportern halbierte sich, und die Anzahl der Fahrten wurde um ein Drittel reduziert (von 24 auf 16 Kilometer pro Transporter täglich). Zudem sanken die CO2-Emissionen pro eingesetztem Transporter um 1,3 Kilogramm3. Der nachhaltigere Lieferansatz entlastet die Straßen und ist somit als sicherer, sauberer und umweltfreundlicher zu bewerten.


Mehr Effizienz, weniger Emissionen

Vor mehr als 500 Jahren wurde Royal Mail von Heinrich VIII gegründet. Heute beliefert der nationale Postdienst im Vereinigten Königreich rund 31 Millionen Adressen. Im vergangenen Monat kündigte Royal Mail seine jährliche Weihnachtsrekrutierungskampagne für zusätzliche 20.000 Saisonarbeiter an.

Die Reduzierung von Lieferfahrzeugen ist Teil einer Reihe von Versuchen zur Steigerung von Effizienz und Umweltfreundlichkeit. Getestet wird zurzeit auch der Einsatz von besonders mobilen Mikroelektrofahrzeugen sowie Drohnen für die Lieferung an abgelegene Orte.

„Die Software von Ford ermöglichte es Royal Mail, die Nutzung von Transportern und die Kilometerleistung im Testbereich zu reduzieren und gleichzeitig eine schnelle und zuverlässige Paketzustellung anzubieten. Bei Royal Mail suchen wir kontinuierlich nach Möglichkeiten, um unsere Emissionen zu senken und unseren Kunden höchstmöglichen Komfort zu bieten“, sagte Achim Dunnwald, Chief Operating Officer, Royal Mail

0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen